Fischteich mit Ausblick auf das Chalet 1888 | © Daniel Gollner

Schloss Lichtengraben

Das strahlende Sonnenlicht durchflutet einen der vielen Fischteiche. Julius Rittler steht am Ufer und beobachtet mit kundigem Blick das emsige Treiben im Wasser. Die Fischzucht ist seit Generationen prägendes Element auf Gut Schloss Lichtengraben, zwischen Bad St. Leonhard und Reichenfels gelegen. Schon sein Ur-Urgroßvater beschäftigte sich mit der Erbrütung von Bachforellen. Davon zeugen noch heute alte Einrichtungen und Fachliteratur aus den Anfängen des vorigen Jahrhunderts. Heute tummeln sich in den Teichen der weitläufigen Anlage Saiblinge, Regenbogenforellen, Bachforellen und Seeforellen.

Einer der Teiche ist weit über 600 Jahre alt. Er diente einst den Herren von Pain als Wehrgraben und schützte die Painburg vor unerwünschten Eindringlingen. Die Painburg war eine der wenigen Wasserburgen Kärntens mit doppeltem Wassergraben.

Sohn fährt mit Quad beim Chalet 1888 | © Daniel Gollner

„Wir züchten und verarbeiten alles selbst“- Julius Rittler

Vater & Sohn füttern Fische beim Teich | © Daniel Gollner

Im Kreislauf des blauen Goldes

Gemeinsam mit seinem Vater Andreas kümmert er sich um dieses besondere Erbe auf dem altehrwürdigen Anwesen. Um zu verstehen, wie der Kreislauf des blauen Goldes und der darin lebenden Fische funktioniert, wird man als Gast sprichwörtlich gleich selbst ins kalte Wasser geworfen. Dabei erfährt man zum Beispiel, dass ein Fisch mindestens zweieinhalb Jahre benötigt, bis er auf den Teller kommt.

„Farm to Table“ nennt sich dieser nachvollziehbare und nachhaltige Weg vom Ursprung bis zum fertigen Lebensmittel. Gäste können sich selbst im Angeln versuchen oder bei der Herstellung besonderer Köstlichkeiten wie Fisch-Chips Hand anlegen. Wer es ganz genau wissen möchte, meldet sich zu einem Workshop an.

Das eigene Abendessen fangen, im Fischernetz knapp über der Wasserfläche schweben, entspannen und träumen – inmitten dieses Kleinods darf auch die Seele eine Auszeit vom Alltag nehmen.

Slow Food zum Mitnehmen

In der „Fischeria“ werden die frischen Fische schonend geräuchert und mit Holzofenbrot, Wein, Bio-Säften oder Bio-Apfelmost serviert. „Wir sind ein Slow-Food-Betrieb“, sagt Andreas, stolz auf den nachhaltigen Umgang mit regionalen Lebensmitteln.

Den Gästen bringen die Rittlers den achtsamen Umgang mit der Natur näher. Gearbeitet und gewirtschaftet wird im Kreislauf: Frisches Wasser stammt aus der hofeigenen Quelle, ein Wasserkraftwerk wird über den Inselteich vom Lichtengrabenbach gespeist und liefert saubere Energie. Zahlreiche Bienenstöcke beherbergen emsige Völker, die einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt der blühenden Landschaft leisten. Und die Schafe dienen ganz nebenbei als natürliche Rasenmäher rund um die Naturteiche und die rund 100 Jahre alten Streuobstwiesen.

Auch Hausherrin Astrid überrascht immer wieder mit besonderen Kreationen aus diesem reichen Garten der Natur. Der Fischaufstrich ist nur eine von vielen Köstlichkeiten, die hausgemacht und selbst kreiert angeboten werden. Im kleinen Hofladen gibt es die Produkte auch zum Mitnehmen.

Fischteich von oben vom Chalet 1888 | © Daniel Gollner

Neues Leben in alten Mauern

Rund 200 Hektar umfasst der land- und forstwirtschaftliche Betrieb. Herzstück des Anwesens ist das jahrhundertealte Schloss. Neueren Erkenntnissen zufolge wurde das dreigeschossige Schloss an ein bereits bestehendes Gebäude aus dem 12. bis 14. Jahrhundert angebaut. Ein Relief trägt die Jahreszahl 1544.

Andreas Rittler übernahm das Gut Mitte der 1990er-Jahre von seiner Mutter. „Ein Haus wie dieses braucht viele Menschen, damit es lebt“, sagt der gebürtige Steirer. In dem Gebäude mit seinen rund 1.200 Quadratmetern Wohnfläche gibt es für ihn immer etwas zu sanieren und zu erhalten. Ehefrau Astrid bringt bei der behutsamen Revitalisierung des Renaissance-Schlosses ihre kreative Gestaltungskraft ein. So wurde die Beletage des Schlosses zu einer besonderen Eventlocation für Hochzeiten und andere festliche Anlässe.

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Bett außen auf der Terrasse vom Chalet 1888 | © Daniel Gollner

Premium-Ferienhaus mit Geschichte

Ein Hideaway für Romantiker, Naturliebhaber, Verliebte, bunte Vögel und Slow-Food-Junkies“so beschreibt die hauseigene Werbebotschaft das jüngste Herzstück von Gut Schloss Lichtengraben: das Chalet 1888.

Das originalgetreu revitalisierte Holzhaus aus der Zeit Kaiser Franz Josephs, einst vom Fischaufseher Sand bewohnt, verbindet historischen Charme mit modernem Wohnkomfort und nachhaltigem Lebensgefühl. Umgeben von Naturteichen, Wiesen und Schafherden bietet das Premium Eco Chalet Platz für bis zu vier Personen. Ein großzügiger Wohnraum mit offener, moderner und voll ausgestatteter Küche, Galerie mit Loftnetz und Sonnenfenster, zwei Schlafzimmer mit Balkon sowie zwei Bäder sorgen für viel Raum zum Wohlfühlen. Draußen wartet ein rund 900 m² großer privater, eingezäunter Garten. Terrasse mit Outdoorküche, Zirbensauna, Cool Pool, Hot Tub, Gartendusche und Schwebebett machen den privaten Rückzugsort komplett.

Auch Hunde sind herzlich willkommen: Im eingezäunten Chalet-Garten können sie sich frei bewegen, am nahe gelegenen Inselteich gibt es einen privaten Hundebadestrand. Spazier- und Wanderwege durch die zum Gut gehörenden Wiesen und Wälder beginnen direkt vor der Haustüre.

Unplugged auf der Alm

Wer eine außergewöhnliche historische Hütte in echter Alleinlage sucht, ist im urigen „Waldbauer“ bestens aufgehoben. Auf 1.200 Metern Seehöhe, umgeben von zwei Hektar Almwiesen und Wald, bietet die Hütte ein bewusst ursprüngliches Lebensgefühl. Ohne Strom, dafür mit Kachelöfen, Holzherd und knisterndem Feuer, bestimmt hier die Natur den Rhythmus – reduziert auf das Wesentliche.
Ein besonderer Rückzugsort für persönliche Auszeiten, gemeinsame Tage mit Freunden oder kleine Gruppen und Seminare. Luxus in seiner ursprünglichsten Form: Zeit, Ruhe, Natur und Einfachheit.

Michael Sabath

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